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Mäusedorn: heilende Eigenschaften und Gegenanzeigen

Mäusedorn (Ruscus, Mausdorn) – eine mehrjährige Strauchpflanze, die zur Familie der Spargelgewächse gehört. Früher wurde sie einer eigenen Familie der Mäusedorngewächse zugeordnet. Es gibt mehrere Sorten des Strauches. Einige werden in der Volksmedizin verwendet, andere als Viehfutter. Aus diesem Strauch werden auch Hecken gestaltet; er wird in Parks und Gärten angepflanzt. Die jungen Triebe dieser Pflanze sind essbar. Einige Völker essen auch die Früchte.



Chemische Zusammensetzung

Die Pflanze hat eine Reihe positiver Eigenschaften aufgrund ihrer reichhaltigen Zusammensetzung. Im oberen Teil der Pflanze, einschließlich der Beeren, sind folgende Elemente enthalten:

Mäusedorn

  1. Kalzium. Eines der wichtigsten Elemente für den menschlichen Körper. Es spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau und Erhalt des Knochengewebes in einem gesunden Zustand. Es ist auch wichtig für die Zähne. Darüber hinaus ist es an den Prozessen der Muskelkontraktion beteiligt. Zum Beispiel können Krämpfe durch einen Mangel an diesem Element verursacht werden. Kalzium kann Cholesterin bekämpfen, indem es die Aufnahme von gesättigten Fetten im Darm blockiert.
  2. Chrom. Dieses Element ist an vielen Prozessen im Körper beteiligt, aber sein Einfluss ist am deutlichsten bei der Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels. Chrom beugt auch einigen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems vor. Ein Chrommangel kann Kopfschmerzen, Sehstörungen und Wachstumsstörungen verursachen.
  3. Mangan. Der tägliche Bedarf des Körpers an diesem Stoff ist gering, aber er ist vorhanden. Mangan wird für das Herz benötigt, da dieses Element die Aufnahme einiger B-Vitamine verbessert, die für die normale Funktion des Verdauungssystems notwendig sind. Mangan verringert auch das Risiko, an Diabetes zu erkranken. In großen Mengen kann es jedoch mehr schaden als nützen.
  4. Phosphor. Verantwortlich für die Entwicklung von Knochengewebe und Zahnschmelz. Dieses Element sorgt für die normale Funktionsfähigkeit der Muskeln und der geistigen Aktivität. Aufgrund von Phosphormangel kann man sich müde und schwach fühlen.
  5. Kalium. Kalium ist an der Aufrechterhaltung des Wasserhaushalts im Körper beteiligt und normalisiert den Herzrhythmus. Es versorgt das Gehirn besser mit Sauerstoff und verbessert dessen Funktion; es ist nützlich bei Allergien und notwendig für die normale Funktion von Weichteilen, einschließlich Muskeln und Blutgefäßen.
  6. Eisen. Ein weiteres sehr wichtiges Element für die Gesundheit. Eisen ist Bestandteil des Hämoglobins und beteiligt am Prozess der Sauerstoffsättigung der Körpergewebe. Ohne dieses Element ist die Atmung auf Zellebene nicht möglich. Es ist auch am Stoffwechsel beteiligt und trägt zur Ausscheidung von Giftstoffen aus dem Körper bei.
  7. Magnesium. Die meisten Organe benötigen dieses Element. Es ist im Gehirn, in den Zähnen, der Leber, den Nieren und sogar im Muskelgewebe vorhanden, hilft bei der Aufnahme von B-Vitaminen, wirkt beruhigend auf das Nervensystem, wird Frauen bei PMS empfohlen und beugt dem Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.
  8. Silicium. Spielt eine wichtige Rolle im Körper, verbessert den Stoffwechsel, stärkt die Blutgefäße, hilft bei Zahnschmerzen sowie bei Magenverstimmungen, stärkt das Immunsystem und senkt den Cholesterinspiegel im Blut.
  9. Kobalt. Beteiligt sich an der Spaltung von Proteinen und der DNA-Synthese, normalisiert den Stoffwechsel und stimuliert die Blutbildung, ist für die normale Funktion der Bauchspeicheldrüse verantwortlich und reguliert die Adrenalinproduktion.
  10. Vitamin C. Kann Giftstoffe bekämpfen und aus dem Körper ausscheiden, stärkt das Immunsystem und erhöht die Schutzfunktionen des Körpers gegen Viren und Bakterien. Es wird auch als Alleskönner-Vitamin bezeichnet, da es die Blutgefäße stärkt, das Nervensystem und die Haut positiv beeinflusst.
  11. Vitamin PP (Nikotinsäure). Verbessert die Blutzirkulation, nimmt aktiv an den Stoffwechsel- und Atmungsprozessen teil. Es ist auch ein nützliches Element für Haut und Haare.
  12. Pflanzliche Ballaststoffe. Sind an den Verdauungsprozessen beteiligt und beugen einigen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts vor.

Trotz dieser reichhaltigen Zusammensetzung nützlicher Elemente werden zu therapeutischen Zwecken hauptsächlich die Wurzeln verwendet. In ihnen sind folgende Stoffe konzentriert:

  1. Saponoside. Besitzen entzündungshemmende Wirkung und können Schwellungen reduzieren, stärken die Gefäßwände, verengen sie jedoch gleichzeitig und tragen zur Auflösung von Blutgerinnseln bei.
  2. Heteroside. Verbessern die Gehirnaktivität, erhöhen einige Blutflüsse, sättigen Gewebe mit Sauerstoff, daher sind sie nützlich bei Depressionen, Kopfschmerzen und anderen Erkrankungen des Nervensystems.

Aussehen und Vorkommen

Es gibt mehrere Varietäten der Pflanze, die sich in Aussehen und Größe unterscheiden. Einige Sorten werden in Gärten angebaut. In der Volksmedizin wird der Stechende Mäusedorn (Ruscus aculeatus) verwendet, der auch als pontischer Mäusedorn bezeichnet wird. Er kann sogar unter Zimmerbedingungen kultiviert werden.

Der Stechende Mäusedorn ist ein immergrüner Strauch, der durch aufrechte Stängel gekennzeichnet ist. Vom Hauptstamm gehen überhängende Zweige ab, an denen die Blätter sitzen. Die Höhe liegt normalerweise zwischen 30 und 60 cm, kann aber manchmal bis zu 1 m erreichen. Die Pflanze besitzt umgewandelte Triebe, die die Form von Blättern haben. Ihre Struktur kann matt oder glänzend sein, sie sind eiförmig und an den Enden zugespitzt.

Die Blätter der Pflanze sind ebenfalls ungewöhnlich. Sie zeichnen sich durch ihre geringe Größe und dreieckige Form aus und wachsen an umgewandelten Trieben. Von außen betrachtet sieht es so aus, als ob ein kleines Blatt auf einem anderen, größeren Blatt wächst.

Die Blüten sind klein, hellblau, manchmal mit violetten Nuancen. Ihre Blütezeit ist recht lang. Nachdem die Blüten verwelkt sind, bilden sich Früchte, die in einem satten Rot gefärbt sind. Ihr Durchmesser überschreitet selten 10 mm. Die Fruchtreife fällt in den November und Dezember. Im Inneren der Frucht befinden sich mehrere Samen.

Der Mäusedorn wächst in südlichen Regionen mit milden Wintern. Er kommt an der Schwarzmeerküste, in der Türkei, Südeuropa, auf der Krim und im Kaukasus vor.

Arten

Derzeit gibt es neben dem Stechenden Mäusedorn vier weitere Arten, die sich nicht nur im Aussehen, sondern auch im Verbreitungsgebiet unterscheiden:

  1. Italienischer Mäusedorn. Äußerlich ähnelt der Strauch der stacheligen Variante. Die Stängel der Pflanze sind aufrecht und können eine Länge von 50–60 cm erreichen. Die Blätter sind länglich und von sattem Grün. Die Blüten sind weiß oder leicht bläulich und erscheinen im Februar/März. In der freien Wildbahn wächst er an der Mittelmeerküste. Am häufigsten kommt er in Nordafrika und auf der Iberischen Halbinsel vor. Er wächst im Schatten von Bäumen in feuchter Erde.
  2. Zungen-Mäusedorn. Ein Strauch mit aufrechten Stängeln von bis zu 40 cm Höhe. Das Hochblatt besteht aus 6 länglichen Blütenblättern, die äußerlich an eine Zunge erinnern. In der Mitte befindet sich eine kleine violette Blüte. Die umgewandelten Triebe können bis zu 2 cm breit werden. Die Blütezeit ist im Mai, die Fruchtbildung dauert von August bis Dezember. Er kommt in Zentraleuropa, Kleinasien und auf der Balkanhalbinsel vor. In Russland kommt er nur im südlichen Teil der Krim vor. Er wächst in Gruppen oder einzeln an Orten mit hoher Luftfeuchtigkeit im Schatten.
  3. Kolchischer Mäusedorn. Diese Art gilt als gefährdet. Die Pflanze hat gerade, unverzweigte Stängel, die bis zu 4 cm breit werden können. Die Blätter sind klein und ahlenförmig. Der Strauch kann 60–70 cm hoch werden. Die weißen Blüten befinden sich im unteren Teil. Er kommt in Georgien und der Türkei vor. In Russland ist er nur an der Schwarzmeerküste zu finden. Diese Art ist einzigartig, da sie fast das ganze Jahr über blüht. Die ersten Blüten erscheinen im Oktober/November, die Früchte im März. Im Sommer wird oft eine erneute Blüte beobachtet.
  4. Hyrkanischer Mäusedorn. Eine mehrjährige Pflanze mit aufrechten Trieben, die 40–50 cm hoch werden kann. Ein Strauch kann aus 3 Hauptstängeln und mehreren Nebentrieben bestehen. Die Pflanze ist als gefährdete Art im Roten Buch eingetragen. Sie wächst in Aserbaidschan und im Iran, in geringen Mengen kommt sie auch im südlichen Teil der Krim vor. Da der Strauch in trockenen Regionen wächst, bleiben die Früchte klein. Sie haben eine kräftige rote Farbe und reifen im Hochherbst.

Ernte und Lagerung

Für medizinische Zwecke werden hauptsächlich die Wurzeln der Pflanze verwendet. Die Volksmedizin nutzt sowohl Zierarten als auch wild wachsende Arten zur Behandlung.

Die Wurzelernte erfolgt im Herbst. Da der Strauch normalerweise auf feuchten Böden wächst, sollte es keine Probleme bei der Gewinnung des pflanzlichen Rohmaterials geben. Die Wurzeln sollten in begrenzten Mengen gesammelt werden, um einer Degeneration des Mäusedorns vorzubeugen. Wenn das Wetter es zulässt, breitet man die Wurzeln am besten im Freien unter einer Überdachung aus. Sonnige Plätze sollten vermieden werden. Andernfalls müssen die Wurzeln auf dem Dachboden getrocknet werden, wobei die Fenster geöffnet werden, um Frischluftzufuhr zu gewährleisten.

Das fertige Rohmaterial muss zu einem pudrigen Zustand zerkleinert werden. Das ist nicht schwer. Zuerst die Wurzeln in kleine Stücke schneiden, dann durch eine Kaffeemühle geben oder das fein geschnittene Material in einen Beutel geben und mit einem Nudelholz gut zerstampfen. Die Aufbewahrung erfolgt in einem Glasgefäß an einem trockenen Ort. Unter diesen Bedingungen kann die Wurzel ihre positiven Eigenschaften ein Jahr lang behalten.

Heilende Eigenschaften des Mäusedorns

Der Mäusedorn hat seinen Platz in der Volksmedizin gefunden. Er wird zur Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt.

Heilende Eigenschaften des Mäusedorns

  1. Diese Pflanze hilft, Entzündungsprozesse im Körper zu bekämpfen. Die in der Pflanze enthaltenen Verbindungen können nicht nur Entzündungen unterdrücken, sondern auch die dadurch verursachten Schäden heilen.
  2. Der Mäusedorn kann chronische Veneninsuffizienz behandeln. Bei dieser Erkrankung haben die Venen in den Beinen Schwierigkeiten, das Blut zum Herzen zurückzuführen. Die in der Pflanze enthaltenen Verbindungen verbessern die Venenkontraktion und helfen so dem Blut, zum Herzen zurückzukehren.
  3. Ältere Menschen haben oft das Problem eines plötzlichen Blutdruckabfalls, wenn sie abrupt aus dem Bett aufstehen. Studien haben gezeigt, dass der Mäusedorn bei diesem Problem helfen kann, da er die Venen verengen kann.
  4. Hämorrhoiden sind ein häufiges Problem bei älteren Menschen. Die Volksmedizin verwendet erfolgreich Arzneimittel auf Basis dieser Pflanze zur Behandlung von Hämorrhoiden und anderen Gefäßerkrankungen. Die Pflanze wird wegen ihrer Fähigkeit geschätzt, Schwellungen zu lindern und die Venenkontraktion zu verbessern.
  5. Der Mäusedorn verringert das Risiko von Blutgerinnseln und Gefäßverstopfungen. Er kann Schlacken und Giftstoffe aus dem Körper ausscheiden, stellt das Wasser-Salz-Gleichgewicht wieder her und verbessert die Blutzirkulation.
  6. Der Mäusedorn hat auch breite Anwendung in der Kosmetik gefunden. Zu diesem Zweck werden sowohl Wurzeln als auch Früchte verwendet, man stellt Extrakte her, indem man die nützlichen Substanzen verdampft. Die Pflanze kann den intrazellulären Stoffwechsel anregen, was die Entwicklung von Cellulite verhindert, die glatte Muskulatur strafft und die Haut pflegt. Der Extrakt aus den Wurzeln wird häufig in Präparaten zur Pflege der Haut an den Beinen verwendet.
  7. Die Pflanze ist oft Bestandteil von Kosmetika zur Gesichtspflege. Der Mäusedorn hilft, dunkle Augenringe zu bekämpfen und beseitigt die Vorwölbung des Fettgewebes im unteren Augenlid.
  8. Einige Körperpeelings enthalten ebenfalls Mäusedorn-Extrakt. Die Pflanze stellt die Elastizität der Haut wieder her, macht sie glatt und beseitigt Pigmentflecken.
  9. In der Medizin wird der Extrakt des Mäusedorns in einigen Präparaten verwendet, die bei Nervenstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Problemen mit den Sehorganen helfen.

Mäusedorn in der Volksmedizin

Trotz des großen Nutzens der Pflanze gibt es in der Volksmedizin nur eine begrenzte Anzahl von Rezepten. Der Grund liegt darin, dass in Apotheken sowohl fertige Tinkturen als auch Extrakte verkauft werden.

Bei Hämorrhoiden

Zu diesem Zweck wird empfohlen, die Tinktur der Pflanze einzunehmen. Sie besitzt entzündungshemmende Eigenschaften und zeichnet sich durch die Fähigkeit aus, die Venenkontraktion zu verbessern.

Für die Zubereitung nehmen Sie 20 g der zu Pulver gemahlenen Wurzeln und mischen Sie diese mit Wodka im Verhältnis 1:10. Danach verschließen Sie das Gefäß fest und stellen es zum Ziehen für 4 Wochen an einen dunklen, kühlen Ort. Die fertige Arznei abseihen und dreimal täglich vor den Mahlzeiten 10 Tropfen, verdünnt mit Wasser, einnehmen.

Bei Schwellungen (Ödemen)

Zu diesem Zweck verwendet man eine Abkochung, die eine stark harntreibende Wirkung hat. Mit dieser Abkochung werden bei Krampfadern Kompressen auf die betroffene Stelle aufgelegt. Sie kann Frauen auch helfen, die Beschwerden in der Menopause und bei PMS zu lindern.

Für die Zubereitung benötigen Sie 7 g Pulver und 200 ml kochendes Wasser. Übergießen Sie die Wurzel in einem Glasgefäß mit kochendem Wasser, stellen Sie diese dann in einen Topf und füllen Sie diesen mit Wasser bis zur Höhe der Flüssigkeit im Glas. Im Wasserbad 10–15 Minuten kochen lassen. Die Arznei auf Raumtemperatur abkühlen lassen, danach abseihen. Dreimal täglich vor den Mahlzeiten 20–30 ml einnehmen. Bei Krampfadern mehrmals täglich die Beine mit dem Sud einreiben.

Extrakt aus den Wurzeln

Der Extrakt kann die Durchblutung verbessern, fördert die Ausscheidung von Giftstoffen und Schlacken aus dem Körper. Er entfernt effektiv dunkle Augenringe und verbessert die Festigkeit der Blutgefäße.

Zuerst muss das Wasser vorbereitet werden. Es sollte rein und frei von Verunreinigungen sein. Sie können es auch zu Hause destillieren. Dafür füllen Sie einen Topf mit Wasser und stellen eine leere Schüssel hinein. Es ist wichtig, ein Gefäß zu wählen, in das während des Kochens keine Wassertropfen gelangen. Dann decken Sie den Topf mit einem konkaven Deckel ab und legen Eis auf dessen Oberfläche, das das Destillat kühlt und die Kondensation verbessert. Während des Kochens wird das Wasser zu reinem Dampf, der sich in der Schüssel niederschlägt. Anschließend mischen Sie das gereinigte Wasser mit Glycerin (die Glycerinmenge hängt von der gewünschten Konsistenz des Endprodukts ab und kann zwischen 10 und 60 % betragen).

Als Nächstes mischen Sie die zerkleinerten Wurzeln der Pflanze mit der Wasser-Glycerin-Lösung im Verhältnis 1:5. Lassen Sie den Extrakt 14 Tage lang an einem dunklen, kühlen Ort ziehen. Die Arznei täglich umrühren. In einem dunklen Gefäß aufbewahren. Die Haltbarkeit ohne Zusatz von Konservierungsmitteln beträgt maximal 21 Tage. Der Extrakt kann kosmetischen Präparaten zugesetzt oder pur verwendet werden.

Verschiedene Heilzubereitungen

Sehr häufig wird in der Volksmedizin Mäusedorn zur Behandlung von Krampfadern verwendet. Aus den Wurzeln dieser Pflanze werden Aufgüsse, Abkochungen und Tinkturen hergestellt.

Arten von Heilzubereitungen mit Mäusedorn

Aufguss

Der Aufguss hat eine entzündungshemmende Wirkung. Volksheiler empfehlen ihn Frauen, um die durch das prämenstruelle Syndrom verursachten Beschwerden zu lindern. Dieses Mittel kann auch bei Hämorrhoiden helfen. Der Mäusedorn lindert die Beschwerden und wirkt sich insgesamt positiv bei Krampfadern aus. Der Aufguss hat zudem eine harntreibende Eigenschaft.

Für die Zubereitung des Aufgusses benötigt man 1 Esslöffel der Heilpflanze und 1 Liter kochendes Wasser. In ein Glasgefäß gibt man das Pulver aus der Pflanzenwurzel, übergießt es mit kochendem Wasser, deckt es ab und lässt es 3-4 Stunden ziehen. Anschließend die Flüssigkeit durch ein mehrfach gefaltetes Mulltuch abseihen. Am besten wiederholt man dies mehrmals, damit kein Pulver im Aufguss zurückbleibt. Trinken Sie 2-3 Mal täglich vor den Mahlzeiten in kleinen Portionen.

Aufgesetzter

Die Tinktur wird bei Venenschwäche angewendet. Sie kann die durch diese Erkrankung verursachten Beschwerden (Schmerzen, Krämpfe, Ödeme) lindern. Sie hat entzündungshemmende Eigenschaften und wird bei Hämorrhoiden, Nieren- oder Gallenblasenproblemen empfohlen. Die Tinktur kann bei Gelbsucht und Gicht helfen, jedoch sollte man in diesem Fall zuerst einen Arzt konsultieren.

Es wird eine 10%ige Tinktur aus dem Pulver der Mäusedornwurzeln hergestellt. Man benötigt 50 g des Rohstoffs und 0,5 Liter Wodka oder 40%igen Alkohol. Die Pflanzenwurzeln werden in einem Glasgefäß mit Wodka übergossen, dann fest verschlossen und 14-20 Tage unter gelegentlichem Schütteln ziehen gelassen. Sobald sie fertig ist, wird sie mehrmals durch ein dichtes Mulltuch abgeseiht und in ein anderes Glasgefäß umgefüllt. Bewahren Sie das Arzneimittel im Kühlschrank auf. Nehmen Sie dreimal täglich vor den Mahlzeiten 10-15 Tropfen ein.

Abkochung

Der Sud wird zur Behandlung von Ödemen, Krämpfen und Lymphstauungen verwendet. Die Volksmedizin empfiehlt Frauen, den Sud zu trinken, um die Beschwerden in den Wechseljahren zu lindern. Der Sud hat eine harntreibende Wirkung. Er wird auch zur Reinigung des Körpers von Schlacken und Giftstoffen getrunken.

Für die Zubereitung benötigt man 10 g Pulver aus der Wurzel und 250 ml abgekochtes Wasser mit Raumtemperatur. Das Pulver wird in einen Topf gegeben, mit Wasser übergossen und bei schwacher Hitze zum Kochen gebracht. Das Heilmittel 15-20 Minuten kochen lassen, dann bis zum Abkühlen ziehen lassen und sorgfältig abseihen. Trinken Sie über den Tag verteilt in kleinen Portionen.

Anwendung in der Kosmetik

Kosmetische Produkte auf Basis von Mäusedorn werden bereits seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt. Die Pflanze kann Couperose wirksam behandeln – eine Erkrankung, die durch das Auftreten erweiterter Kapillaren auf der Haut gekennzeichnet ist. Sie entsteht aufgrund von Durchblutungsstörungen. Die Wirksamkeit der Pflanze beruht auf ihrer antiseptischen und entzündungshemmenden Wirkung. Mäusedorn kann zudem Bakterien abtöten. Die Behandlung beschränkt sich dabei nicht auf die Beseitigung der Symptome, die Pflanze kann auch die Ursachen der Erkrankung beheben.

Man sollte die Fähigkeit des Mäusedorns, Cellulite zu bekämpfen, nicht vergessen. Die Pflanze aktiviert die Durchblutung, verbessert die Stoffwechselprozesse und stimuliert die Zellregeneration. Dies hilft auch erfolgreich gegen Dehnungsstreifen.

Um den Hautzustand zu verbessern, kann ein Pflanzenextrakt verwendet werden. In Apotheken sind fertige Extrakte erhältlich, man kann ihn aber auch selbst herstellen. Es gibt zwei Arten von Extrakten:

  1. Mazerat. Aus dem Lateinischen übersetzt bedeutet es „eingeweicht“. Es wird gewonnen, indem die Pflanze in einer Flüssigkeit (Wasser, Alkohol, Öl) eingeweicht wird.
  2. Infus. Dies ist ein Prozess, bei dem mit Hilfe einer Flüssigkeit wertvolle Substanzen aus der Pflanze extrahiert werden.

Die zweite Methode wird häufiger angewendet. Um einen Extrakt herzustellen, benötigen Sie Beeren oder Wurzeln der Pflanze. Manchmal werden auch Blüten verwendet. Dann erhitzen Sie die Flüssigkeit (nicht bis zum Kochen) und geben das Rohmaterial hinein. Lassen Sie es anschließend mehrere Stunden ziehen. Danach muss das Infus gefiltert und in Flaschen aufbewahrt werden. Sie können es einer Creme oder einem Shampoo hinzufügen.

Auch frische Beeren können der Kosmetik hinzugefügt werden. Dazu müssen Sie sie schälen, die Kerne entfernen, dann zu einer Paste zerdrücken und einer Hand-, Fuß- oder Gesichtscreme hinzufügen. Mit dieser Creme können Sie die Augenpartie eincremen.

Bei Schweregefühl in den Beinen, Krampfadern und anderen Problemen wird ein Extrakt aus den Wurzeln des Mäusedorns benötigt. Sie können ihn als eigenständiges Mittel verwenden, indem Sie Kompressen auf die betroffene Stelle auflegen, oder zusammen mit einer Beincreme. Dabei muss der Extrakt mit der Creme gemischt werden, um eine dickflüssige Konsistenz zu erhalten.

Volksheiler empfehlen, die Hautpartien um die Augen mit dem Saft frischer Beeren einzureiben. Sie können auch gegessen werden.

Der Extrakt wird auch erfolgreich im Kampf gegen Cellulite eingesetzt. Dazu müssen die Problemzonen mit einem wässrigen Extrakt aus den Wurzeln der Pflanze eingerieben werden.

Anbau zu Hause

Es gibt Hinweise darauf, dass der Mäusedorn bereits vor der Eiszeit auf der Erde wuchs. Heute ist diese Pflanze nicht sehr verbreitet, einige Arten gelten sogar als gefährdet. Dennoch kann man ihn nicht nur in Gärten, sondern auch in Wohnungen antreffen.

Anbau des Mäusedorns

Den Mäusedorn kann man als Strauch oder als kleinen Baum ziehen. In jedem Fall bleibt er eine schöne und attraktive Pflanze. Die Pflanze benötigt keine besondere Pflege, selbst ein Anfänger im Gartenbau kann damit umgehen. Im März beginnt sie, sich intensiv zu entwickeln, daher ist es wichtig, in dieser Zeit alle Bedingungen zu erfüllen. Erstens müssen alle 20 Tage Mineraldünger ausgebracht werden, die für Blühpflanzen verwendet werden. Zweitens ist regelmäßiges Gießen sicherzustellen. Von der Erfüllung dieser Anforderungen hängt ab, wie die Triebe ausfallen.

Bei der Arbeit mit dem Mäusedorn müssen Sie vorsichtig sein, um die jungen Triebe nicht zu beschädigen, da ihr Wachstum sonst zum Stillstand kommt und erst im nächsten Jahr fortgesetzt wird.

Die Pflanze kann praktisch an jedem Ort im Raum platziert werden, im Schatten oder an einem hellen Standort. Sie muss jedoch vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Aus diesem Grund sterben Pflanzen in der freien Natur. Sie wachsen normalerweise im Schatten von Bäumen und sterben bei der Abholzung von Wäldern unter den Sonnenstrahlen.

Im Sommer sollte der Topf mit dem Mäusedorn an ein Nordfenster gestellt werden, im Winter an ein Südfenster.

Es gibt keine Anforderungen an die Luftfeuchtigkeit. Die Pflanze wächst sowohl in feuchter als auch in trockener Luft gleich gut. Im Sommer wird jedoch empfohlen, den Strauch gelegentlich mit einer Sprühflasche zu besprühen. Diesen Vorgang sollten Sie mindestens einmal pro Woche durchführen.

Die erforderliche Temperatur hängt von der Jahreszeit ab. Bei warmem Wetter im Freien sollte die Innentemperatur zwischen 19 und 24 Grad Celsius liegen. Im Winter sind die Werte etwas niedriger – 13–16 Grad.

Im Frühjahr, wenn die Triebe wachsen, sollten Sie reichlich gießen. In der übrigen Jahreszeit genügt es, Wasser nachzugießen, wenn die Erde zu trocknen beginnt.

Wenn der Strauch im Topf zu eng wird, empfiehlt es sich, ihn in ein tieferes Gefäß umzupflanzen. Sie können dem Strauch mehr Fülle verleihen, indem Sie ihn in einen breiten Topf setzen. Dies ermöglicht neuen Trieben, sich von der Wurzel aus auszubreiten. Der Mäusedorn kann in jede Erde gepflanzt werden, außer in Lehmboden. Eine weitere Anforderung an das Substrat ist, dass es nicht zu dicht sein darf, da sich sonst zu viel Wasser an der Oberfläche ansammelt.

Beim Anbau im Garten kann der Mäusedorn von verschiedenen Schädlingen befallen werden. Wenn Sie Spuren von Schädlingen entdecken, sollten Sie die Pflanze behandeln. Eine Knoblauchtinktur hilft dabei gut. Zur Herstellung zerdrücken Sie 2 Knoblauchknollen, geben Sie sie in einen luftdichten Behälter und übergießen Sie sie mit 1 Liter Wasser. Lassen Sie die Tinktur 5 Tage ziehen und mischen Sie sie anschließend mit 1 Liter Wasser. Sie können auch spezielle Biopräparate verwenden.

Gegenanzeigen für die Anwendung

Der Mäusedorn wird erfolgreich in der Volks- und Schulmedizin eingesetzt. Es ist eine unglaublich nützliche Pflanze, die jedoch nicht ohne Nebenwirkungen ist. Aufgrund seiner gefäßverengenden Wirkung wird er bei Bluthochdruck nicht empfohlen. Auch während der Schwangerschaft und Stillzeit ist die Anwendung verboten. Für Kinder ist die Einnahme dieser Pflanze ebenfalls nicht ratsam.

Gegenanzeigen zur Anwendung von Mäusedorn

Der Mäusedorn besitzt entzündungshemmende Eigenschaften, aber es wird nicht empfohlen, ihn bei entzündlichen Erkrankungen der Harnwege einzunehmen.

Bei venöser Stauung sollten Sie unbedingt einen Arzt konsultieren. Auch wenn keine dieser gesundheitlichen Probleme vorliegen, wird empfohlen, vor der Einnahme von Arzneimitteln auf Basis dieser Pflanze einen Arzt zu konsultieren. In manchen Fällen kann eine individuelle Unverträglichkeit bestimmter Inhaltsstoffe oder eine allergische Reaktion auftreten. Bevor Sie Arzneimittel aus diesem Strauch einnehmen, sollten Sie testen, ob eine Allergie vorliegt, indem Sie eine kleine Menge des Suds oder Aufgusses auf die Haut auftragen.

Bei einer Überdosierung von Mäusedorn können Vergiftungssymptome wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten. In diesem Fall sollten Sie Aktivkohle einnehmen, und zwar 1 Tablette pro 10 kg Körpergewicht.

Dies ist nicht nur eine nützliche Pflanze, sondern auch ein schönes dekoratives Element. Gärtner und Designer schätzen den Mäusedorn wegen seiner langen Blütezeit. Er verleiht dem Raum oder dem Garten ein erstaunliches Aussehen und ist einfach anzubauen. Zudem trägt er nützliche Beeren. Viele Kosmetikunternehmen verwenden den Pflanzenextrakt als Bestandteil in einigen Präparaten. Beispielsweise fügt L’Oreal Mäusedorn in eine Gesichtscreme ein.

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Nelli
Vielen Dank, wunderbare Beschreibung der Iglica!
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