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Johanniskraut-Tee: wohltuende Eigenschaften und Kontraindikationen

Johanniskraut wird sowohl in der Schulmedizin als auch in der Volksmedizin verwendet – Experten behaupten, dass diese Pflanze eine der wirksamsten ist. Im Volksmund wird es Zauberkraut, Feldapotheke oder Heldenblut genannt.



Es wurde nachgewiesen, dass Johanniskraut fast 100 verschiedene Krankheitsarten heilen kann. Ausführliche Informationen dazu finden Sie weiter unten. Es ist zu beachten, dass die Pflanze gering toxisch ist, daher sollte man bei ihrer Verwendung vorsichtig sein und vorzugsweise vorher einen Arzt konsultieren.

Was ist Johanniskraut und wofür ist es gut

Die Pflanze wird 70 bis 100 cm hoch, die Wurzel ist dünn und hat viele Seitenverzweigungen. Die Blätter sind länglich, an den gelben Blüten sind ölige Drüsen zu sehen, die wie schwarze Punkte aussehen. Blütezeit von Juni bis August. Es ist wichtig, die Heilpflanze auf dem Höhepunkt der Blüte zu sammeln, da dann die höchste Konzentration an gesundheitsfördernden Stoffen vorhanden ist. Das Kraut sollte an einem trockenen und dunklen Ort getrocknet werden.

Nutzen und Schaden von Johanniskraut-Tee

Was die wohltuenden Eigenschaften betrifft – es gibt sehr viele, betrachten wir sie im Detail.

  1. Das Kraut wirkt entzündungshemmend und antiseptisch. Daher wird es bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie Arthritis, empfohlen.
  2. Johanniskraut fördert die schnelle Geweberegeneration. Es kann bei Schnittwunden und kleinen Verletzungen verwendet werden, wenn diese schneller heilen sollen.
  3. Die Pflanze wirkt harntreibend. Es wird bei Erkrankungen des Urogenitalsystems angezeigt.
  4. Auch Magen-Darm-Erkrankungen können mit Johanniskraut behandelt werden – vorher sollte jedoch der behandelnde Arzt bezüglich der Dosierung konsultiert werden.
  5. Bei Problemen im Mundraum: Wunden, Geschwüre, Erosionen auf der Schleimhaut – dieses Kraut stärkt das Zahnfleisch und heilt Stomatitis.
  6. Bei starker Alkoholvergiftung kann die Pflanze eine ernüchternde Wirkung haben.
  7. Johanniskraut sollte verwendet werden, wenn die Person unter Migräne, Neurosen oder Schlafstörungen leidet.

Es wurden experimentelle Studien von Fachleuten durchgeführt, die zeigten: Der wässrige Extrakt dieses Krauts stärkt gut das Immunsystem. Daher ist Johanniskraut für Menschen nützlich, die zu häufigen Erkältungen und akuten Atemwegsinfektionen neigen.

Interessanterweise bedeutet „Johanniskraut“ aus dem Kasachischen übersetzt „Wundenheiler“. Bei äußerlicher Anwendung sind die Blüten der Pflanze sehr wirksam. Eine verdünnte alkoholische Tinktur kann zur Mundspülung verwendet werden (bei Stomatitis, Geschwüren usw.). Sie beseitigt auch Mundgeruch. Bei Verbrennungen, Geschwüren oder Wunden auf der Haut sollten Sie Kompressen auf Basis von Johanniskraut anlegen, um Infektionen zu vermeiden und eine schnelle Hautregeneration zu gewährleisten. Damit werden eitrige Hautentzündungen und Abszesse behandelt.

Es wurden Studien durchgeführt, die zeigten, dass Johanniskrautextrakt intravenös verabreicht werden kann! Dadurch erhöht sich die Amplitude der Herzkontraktionen, die Blutgefäße verengen sich und der Blutdruck steigt.

Zusammensetzung von Johanniskraut

Dieses erstaunliche Kraut hat eine Vielzahl von heilenden Eigenschaften, während die Gegenanzeigen minimal sind. Dies hängt direkt damit zusammen, dass die Pflanze viele nützliche Bestandteile enthält, und zwar:

  1. Gerbstoffe. Sie haben eine ausgeprägte entzündungshemmende Wirkung und eine starke antibakterielle Wirkung.
  2. Flavonoide. Sie stärken die Kapillaren und wirken gallentreibend. Sie wirken sich günstig auf die Darmperistaltik aus.
  3. Harze. Sie wirken schleimlösend, antimikrobiell und entzündungshemmend.
  4. Vitamine E, B, C und P. Sie stärken das Nerven-, Immun- und Herz-Kreislauf-System. Sie beugen der Entstehung von bösartigen Neubildungen vor.
  5. Cineol. Unverzichtbar bei Angststörungen, verbessert die Schlafqualität und trägt zur Steigerung des allgemeinen Körpertonus bei.
  6. Geraniol. Der Stoff ist unverzichtbar bei der Behandlung von Escherichia coli, Staphylococcus aureus und Salmonellose.
  7. Alkaloide. Sie wirken sich positiv auf das Nervensystem aus. Sie sind notwendig, wenn eine Person unter Neurosen, Depressionen oder häufigem Stress leidet.
  8. Myrcen. Seine Wirkung zielt darauf ab, das Wachstum von Pseudomonas aeruginosa und Escherichia coli zu hemmen.
  9. Azulen. Es hat regenerierende Eigenschaften.
  10. Hypericin. Es setzt freie Radikale frei, wodurch der Körper verjüngt wird. Es fördert auch die Bildung neuer, gesunder Zellen. Es gibt einen negativen Faktor: Der Stoff erhöht die UV-Empfindlichkeit.
  11. Quercetin und Isoquercetin. Sie verengen die Blutgefäße und wirken gallentreibend.
  12. Hyperosid. Es beseitigt allergische Reaktionen, trägt zur Senkung des Tonus der glatten Muskulatur bei. Wirksam bei Ödemen und beseitigt auch Entzündungsprozesse.
  13. Pinene. Der Stoff wird bei Erkrankungen der Kapillaren und Blutgefäße eingesetzt.
  14. Rutin und Cumarin. Sie stärken wirksam die Gefäßwände und verhindern die Bildung von Blutgerinnseln (verdünnen das Blut).
  15. Saponine. Unverzichtbar als Vorbeugung gegen Arteriosklerose, wirken leicht abführend und harntreibend.

Wie Sie sehen, kann die Pflanze tatsächlich gegen viele Pathologien wirken. Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass Johanniskraut vorzugsweise nach Rücksprache mit einem Facharzt sowie in den genauen Dosierungen angewendet werden sollte, die in den Rezepten angegeben sind.

Wohltuende Eigenschaften von Johanniskraut-Tee

Johanniskraut ist eine Pflanze, die in vielen Arzneimitteln vorkommt, da sie zahlreiche nützliche Eigenschaften sowohl für Frauen als auch für Männer besitzt. Es ist jedoch wichtig, vor der Anwendung solcher Medikamente sicherzustellen, dass keine individuelle Unverträglichkeit gegenüber diesem Kraut besteht.

Wohltuende Eigenschaften von Johanniskraut-Tee

Für Frauen

Die Anwendung von Tee auf Basis dieser Pflanze wirkt sich positiv auf den Zustand von Haaren, Nägeln und Haut aus. Wenn eine Frau unter Akneausbrüchen oder Hautproblemen (z. B. sehr fettiger Haut) leidet, empfehlen Experten, regelmäßig Johanniskraut-Tee zu trinken. Was die Frauengesundheit betrifft, sollte man diese Pflanze bei folgenden Zuständen genauer betrachten:

  1. Ausgeprägtes prämenstruelles Syndrom – Aggressionsausbrüche, Weinerlichkeit.
  2. Wechseljahre: hilft, das seelische Gleichgewicht wiederherzustellen.
  3. Kolpitis oder Vulvovaginitis.
  4. Probleme mit dem Hormonhaushalt.
  5. Gebärmutterentzündung.
  6. Mastitis – Johanniskraut hilft, sie in kurzer Zeit zu beseitigen, kann äußerlich angewendet werden.
  7. Gebärmutterblutungen – das Kraut hilft, sie zu stoppen, da es eine blutstillende und gefäßverengende Wirkung hat.

Man darf nicht vergessen, dass der Tee streng nach den angegebenen Proportionen zubereitet wird. Die Pflanze hat eine schwach toxische Wirkung.

Für Männer

Wenn Erektionsprobleme bestehen – dann sollte man unbedingt versuchen, Johanniskraut-Tee zu trinken, da das Kraut als natürliches Aphrodisiakum gilt. Auch für Männer ist der Tee in folgenden Fällen nützlich:

  1. Nachlassendes Libido – hilft, das sexuelle Verlangen wiederherzustellen.
  2. Diagnostizierte erektile Dysfunktion – die Pflanze aktiviert die Durchblutungsprozesse, was einen Blutzufluss zu den Beckenorganen bewirkt.
  3. Es liegen entzündliche Prozesse im Urogenitalsystem vor.
  4. Diagnostiziert wurde eine Pathologie wie Prostataentzündung.
  5. Häufiger Stress, schnelle Ermüdbarkeit, die zu einer verminderten Leistungsfähigkeit führen.

Natürlich ist es ratsam, sofort einen Arzt zu konsultieren, wenn gesundheitliche Probleme bei Männern auftreten. Viele Erfahrungsberichte belegen jedoch, dass man mit diesem Kraut viele Probleme beseitigen kann. Es ist auch sinnvoll, es als Vorbeugung zu verwenden.

Während der Schwangerschaft

Geburtshelfer und Gynäkologen sagen, dass schwangeren Frauen nicht empfohlen wird, Johanniskraut-Tee zu trinken. Dieses Kraut hat nicht nur heilende Eigenschaften, es gibt auch eine Reihe von Kontraindikationen für seine Anwendung. Daher sollten auch Arzneimittel, die Johanniskraut enthalten, nicht verwendet werden.

Während der Schwangerschaft verändert sich der Hormonhaushalt der Frau. Johanniskraut wirkt ebenfalls auf die Hormone, daher erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt.

Folgende negative Folgen können auftreten, wenn während der Schwangerschaft Johanniskraut angewendet wird:

  • Schwellungen;
  • Allergien;
  • Probleme in der Entwicklung des ungeborenen Kindes;
  • Sodbrennen.

Um alle diese Phänomene zu vermeiden, sollte Johanniskraut nicht zu therapeutischen Zwecken verwendet werden.

Video: Welche Kräuter schädigen den Fötus während der Schwangerschaft? Ausklappen

Während der Stillzeit

Bezüglich des Stillens gibt es eine Reihe von Lebensmitteln, die eine Frau essen kann, damit das Kind keine allergischen Reaktionen zeigt. Johanniskraut gehört nicht zu diesen Lebensmitteln, da es den Geschmack der Milch verändert und das Kind die Brust nicht nehmen möchte.

Für Kinder

Experten sagen, dass diese Pflanze erst dann zur Behandlung eingesetzt werden darf, wenn das Kind das 12. Lebensjahr erreicht hat. Auch dann ist vorher eine obligatorische Konsultation des Kinderarztes erforderlich, und Aufgüsse und Abkochungen müssen sorgfältig nach einem genau angegebenen Rezept zubereitet werden. Es gibt die Meinung, dass Tees auf Basis der Pflanze die Eigenschaft haben, Magenbeschwerden und Hautkrankheiten zu heilen. Dennoch ist eine Selbstmedikation in diesem Fall nicht zulässig.

Beim Abnehmen

Man kann Übergewicht verlieren, indem man Johanniskraut in Form von Abkochungen, Tees, Tinkturen einnimmt. Der Gewichtsverlustprozess erfolgt dadurch, dass dieses Heilkraut den Appetit reduziert und die Verdauungsprozesse verbessert. Außerdem hat die Pflanze eine beruhigende Wirkung – bekanntlich erlebt man während der Gewichtsabnahme aufgrund der Aufgabe der gewohnten Ernährungsweise Stress. Dank Johanniskraut kann das allgemeine Wohlbefinden verbessert werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Plötzliche Ernährungsumstellungen können sich negativ auf die Funktion des Magen-Darm-Trakts auswirken. Abkochungen mit Johanniskraut helfen, Durchfall, Unwohlsein und Blähungen zu beseitigen. Nachfolgend finden Sie ein wirksames Rezept, mit dem Sie den Gewichtsverlustprozess beschleunigen und sich dabei wohlfühlen können:

  • 20 g Blüten der Pflanze;
  • 500 ml Wodka.

Johanniskraut mit Wodka übergießen und 14 Tage an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahren. Nach dieser Zeit die Mischung abseihen. Täglich 30 Tropfen einnehmen, verdünnt in 100 ml Wasser.

Johanniskraut-Tee in der Medizin

Interessanterweise besitzt die Pflanze heilende Eigenschaften, da sie ätherisches Öl, Carotin und Vitamin C enthält. Das Kraut wird sowohl in der Volksmedizin als auch in der traditionellen Medizin verwendet. Dank seiner zahlreichen wohltuenden Eigenschaften kann man nicht nur eine Vielzahl von Krankheiten vorbeugen, sondern auch heilen.

Johanniskraut-Tee in der Medizin

Experten empfehlen, den Tee nach den Mahlzeiten zu trinken, wenn eine entzündungshemmende Wirkung erzielt, Verstopfung und unangenehme Empfindungen im Magen-Darm-Bereich vorgebeugt werden sollen.

Die wissenschaftliche Medizin empfiehlt die orale Einnahme von Präparaten mit Johanniskraut, wenn man an Neurosen, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit und übermäßiger Emotionalität leidet. Außerdem verwenden Experten oft Tee auf Pflanzenbasis als adstringierendes, stärkendes Mittel zur Kräftigung des Zahnfleisches.

Aus Johanniskraut werden pflanzliche Antibiotika namens Imanin und Novoimanin hergestellt. Diese Arzneimittel behandeln erfolgreich Geschwüre und Verbrennungen (auch schwere Formen) und leiten überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper ab. Dank der beruhigenden Wirkung ist Johanniskraut sogar bei depressiven Psychosen wirksam.

Die Volksmedizin empfiehlt, es bei Viruserkrankungen, Arthrose und anderen Erkrankungen des Bewegungsapparats einzusetzen (es lindert unangenehme Empfindungen). Bei Migräne hilft ein Tee auf Basis von Johanniskraut hervorragend. Auch empfehlen Volksheiler ihren Patienten, Tees bei Lebererkrankungen, Schmerzen oder Inkontinenz zu trinken.

Schaden und Gegenanzeigen

Trotz aller Vorteile von Johanniskraut sollte die Behandlung mit Vorsicht durchgeführt werden. Wenn beispielsweise über einen längeren Zeitraum Abkochungen oder Tees auf Basis dieser Pflanze eingenommen werden, kann es zu Beschwerden im Leberbereich und morgendlicher Bitterkeit im Mund kommen. Dies sind deutliche Anzeichen dafür, dass eine solche Behandlung vorübergehend ausgesetzt werden sollte.

Es gibt auch weitere Nuancen, die wichtig zu wissen sind, wenn man diese Heilpflanze zu therapeutischen Zwecken verwenden möchte:

  1. Johanniskraut hat die Eigenschaft, den Blutdruck zu erhöhen, daher wird es für Menschen mit Bluthochdruck nicht empfohlen.
  2. Da die Pflanze den Hormonhaushalt verändern kann, sollten Frauen diesen Faktor bei der Einnahme von Verhütungspillen berücksichtigen – die Wirksamkeit kann verringert sein.
  3. Das Kraut darf nicht zusammen mit Antibiotika angewendet werden.
  4. Wenn ein Mann zu lange Aufgüsse und Abkochungen von Johanniskraut verwendet, kann dies zu Potenzproblemen führen.
  5. Personen, die eine Organtransplantation hatten, dürfen Johanniskraut nicht anwenden.
  6. Menschen mit HIV oder AIDS sollten das Kraut nicht einnehmen – es verringert die Wirksamkeit der antiretroviralen Therapie.
  7. Bei älteren Menschen kann die häufige Anwendung von Johanniskraut Migräne, Schlafstörungen und Angstzustände auslösen.
  8. Während der Therapie sollte man direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, um unerwünschte allergische Reaktionen auf der Haut zu verhindern.
  9. Eine zu hohe Konzentration der Pflanze kann Magen-Darm-Beschwerden verursachen.

Diese unscheinbare Pflanze besitzt tatsächlich ein breites Spektrum an therapeutischen Eigenschaften. Es ist jedoch wichtig, zu bedenken, dass alles in Maßen gesund ist, und auch an die Fälle zu denken, in denen eine solche Behandlung die Situation nur verschlimmern kann.

Wann Johanniskraut sammeln und wie lagern

Diese Pflanze ist einzigartig, aber um einen sichtbaren Effekt zu erzielen, ist es wichtig, Johanniskraut richtig zu sammeln, zu trocknen und zu lagern. Alle Teile haben heilende Eigenschaften, und viele Experten empfehlen, für maximale Wirkung alle Teile zusammen zu verwenden: Blüten, Stängel, Blätter. Daher sollte man das Kraut als ganze Pflanze und nicht einzeln sammeln.

Wann Johanniskraut sammeln und wie lagern

Das anspruchslose Johanniskraut wächst überall. Man findet die Pflanze auf Wiesen und in Wäldern. Sehr selten gibt es große Sträucher. Vor dem Sammeln sollte man das Gelände genau untersuchen – es sollten keine Industrieanlagen, Mülldeponien und Straßen in der Nähe sein (die Pflanze nimmt alle schädlichen Stoffe auf).

Seit jeher galt das Kraut als magisch, daher wurde die Ernte ausschließlich am Iwan-Kupala-Tag durchgeführt – er fällt auf die Sommersonnenwende. An genau diesem Tag, dem 7. August, sammelte man alle Pflanzen, die als magisch gelten. Man glaubte, dass sie dann am nützlichsten seien, da die Natur in voller Blüte steht. Wenn man jedoch die genauen Daten nicht berücksichtigt, sollte man das blühende Johanniskraut von Mitte Juni bis August sammeln.

Man darf die Wurzeln nicht beschädigen und nicht nur eine einzige Pflanze vollständig abschneiden. Andernfalls zerstören Sie das Johanniskraut und es wird an dieser Stelle nicht mehr wachsen.

Wir möchten die wichtigsten Punkte nennen:

  1. Die Ernte darf nur an ökologisch sauberen Orten erfolgen.
  2. Die optimale Zeit zum Sammeln des Krauts ist von Juni bis August, aber das Johanniskraut muss unbedingt blühen.
  3. Es ist besser, nur die Zweige abzuschneiden, die maximale Länge beträgt 35 cm.
  4. Man darf den gesamten Strauch nicht vollständig abschneiden, damit die Pflanze nicht abstirbt.

Auch bei der Lagerung von Johanniskraut sind einige Nuancen zu beachten. Wenn der Strauch gut getrocknet ist, wird er spröde und brüchig. Daher empfehlen viele, die Büschel in Baumwollbeutel zu legen und sie anschließend mit einem Seil zu umwickeln.

Eine weitere Möglichkeit: Das Kraut zerkleinern, in kleine Stücke brechen und in Plastik- oder Glasbehälter legen. Die bereits getrocknete Pflanze wird an einem trockenen, dunklen Ort aufbewahrt. Ein Küchenschrank mit Türen eignet sich. Wenn alle Lagerbedingungen richtig eingehalten werden, behält das Kraut seine heilenden Eigenschaften für 3 Jahre in vollem Umfang.

Wie man trocknet

Die optimale Variante, wenn Sie so viele heilende Eigenschaften wie möglich erhalten möchten, ist das Trocknen an der frischen Luft ohne Verwendung jeglicher Heizgeräte. Dazu das Johanniskraut zu kleinen Büscheln zusammenlegen, sie mit einem Seil umwickeln und mit den Blüten nach unten aufhängen. Das Wichtigste ist, dass die Pflanze nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt wird. Der Raum sollte gut belüftet und trocken sein. Ein Schuppen oder Dachboden eignet sich.

Es gibt eine weitere Methode zum Trocknen von Pflanzen. Die Zweige sollten vorsichtig in einer einzelnen Schicht auf Papier ausgelegt werden. Sie müssen regelmäßig umgedreht werden. Als Unterlage verwendet man am besten Pergamentpapier. Johanniskraut sollte nicht auf Zeitungspapier gelegt werden – die Heilpflanze würde die Farbe aufnehmen, die giftig ist und dem Körper schaden kann.

Es ist praktisch, das Kraut in Netzbeuteln zu trocknen. Man gibt es in kleinen Portionen in den Beutel, hängt diesen dann an einem gut belüfteten, dunklen Ort auf.

Wenn Sie die natürliche Methode gewählt haben, ist das Rohmaterial in etwa 20 Tagen fertig. Bei sehr trockenem und heißem Wetter halbiert sich die Zeit – es reichen bereits 10 Tage.

Als Alternative verwenden manche Menschen einen elektrischen Dörrautomaten. In diesem Fall ist es jedoch sehr wichtig, dass die Temperatur eingehalten wird – nicht mehr als 40 Grad. Wenn der Dörrautomat nicht mit einem Thermostat ausgestattet ist, muss man auf diese Variante verzichten, da das Kraut alle seine nützlichen Eigenschaften verlieren würde.

Wie man Johanniskraut-Tee aufbrüht

Betrachten wir, wie man den Vorgang richtig durchführt, um alle nützlichen Eigenschaften maximal zu extrahieren.

Wie man Johanniskraut-Tee aufbrüht

Bereiten Sie vorab eine Teekanne aus Porzellan vor. Geben Sie 10 g zerkleinertes Kraut hinein und übergießen Sie es mit 100 ml kochendem Wasser. Lassen Sie es 5 Minuten ziehen und seihen Sie es ab. Verdünnen Sie den Sud anschließend mit heißem Wasser im Verhältnis 1:3. Nach Wunsch können Sie Honig oder Zucker hinzufügen. Trinken Sie den Tee nicht in starker Konzentration. Dies kann zu unerwünschten allergischen Reaktionen führen. Verwenden Sie den Aufguss nicht erneut. Wenn gewünscht, kann Johanniskraut mit verschiedenen Kräutern gemischt werden, außer mit Minze – da dies den Nieren schaden könnte.

Betrachten wir noch einige Teevarianten, falls Sie gesundheitliche Probleme haben:

  1. Erkältung. Benötigt werden 1 TL Johanniskraut, 1 TL Salbei, 1 TL Oregano, 0,5 TL Thymian, 0,5 TL Eukalyptus. Alles mischen. Dem schwarzen Tee die Kräutermischung hinzufügen und wie ein normales Getränk zubereiten.
  2. Schmerzen in der Oberbauchgegend. Johanniskraut, Brennnessel und Mädesüß in gleichen Anteilen mischen. 8 EL der Mischung mit einem Liter kochendem Wasser übergießen und eine Stunde ziehen lassen.
  3. Bei Wechseljahresbeschwerden (falls die Frau unter Neurosen leidet). Johanniskraut, Melisse und Hopfen zu gleichen Teilen mischen. 2 TL der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen. Pro Tag reicht es, 130 ml des Getränks zu trinken, um positive Ergebnisse zu erzielen.
  4. Lebererkrankungen. Johanniskraut, Zichorie, Schafgarbe und Schachtelhalm zu gleichen Teilen mischen. 1 EL der Mischung mit einem Glas kochendem Wasser übergießen. 30 Minuten ziehen lassen.
  5. Gastritis und Vorbeugung von Magen-Darm-Erkrankungen. Johanniskraut, Brennnessel und Mädesüß in gleichen Mengen benötigt. 6 TL der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 20 Minuten ziehen lassen.
  6. Zystitis, Pyelonephritis. Johanniskraut, Linde, Ringelblume, Süßholz, Kamille – alle Kräuter in gleicher Menge nehmen. Für ein Glas kochendes Wasser wird 1 EL der Mischung benötigt. Vor den Mahlzeiten 1 ml 3-mal täglich einnehmen.
Video: Rezept zur Zubereitung von Tee und Öl aus Johanniskraut Ausklappen

Wie man Johanniskraut-Öl, -Sud, -Tinktur zubereitet

Natürlich ist die Zubereitung von Tee auf Basis dieser Heilpflanze die einfachste Variante. Aber nicht nur Tees sind bei Liebhabern der Homöopathie beliebt, es gibt noch viele weitere Variationen zur Zubereitung von Heilmischungen mit Johanniskraut. Betrachten wir sie im Detail.

Wasseraufguss

Wird bei erhöhter Säure, Gastritis und Zystitis verwendet. Zubereitung: 30 g getrocknetes Kraut mit einem Glas kochendem Wasser übergießen. 4 Stunden an einem dunklen Ort ziehen lassen. Danach abseihen und an einen kühlen Ort stellen. 3-mal täglich 1 EL vor den Mahlzeiten einnehmen.

Abkochung

60 g Johanniskraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, etwa 1 Stunde im Wasserbad oder bei schwacher Hitze ziehen lassen. Nach dem Abkühlen abseihen. Einnahme bei Blasenentzündung, Gastritis, Stomatitis. Es wird auch zur Vorbeugung von Darminfektionen und anderen Magen-Darm-Erkrankungen empfohlen. Auch eine Kieferhöhlenentzündung kann behandelt werden – die Nasennebenhöhlen dreimal täglich mit dem Sud spülen. Außerdem sollte ein konzentrierter Sud zur Behandlung von Alkoholabhängigkeit zubereitet werden. Zubereitung: 5 EL getrocknetes Johanniskraut in 500 ml kochendem Wasser ziehen lassen. Zweimal täglich vor dem Essen 3 EL einnehmen. Die Behandlungsdauer beträgt 2 Wochen, bei Bedarf wird sie verlängert. Vor Beginn der Therapie sollte ein Arzt konsultiert werden, um sicherzustellen, dass der Patient keine individuelle Unverträglichkeit gegenüber der Pflanze hat.

Aufgesetzter

Die Zubereitung erfolgt auf Basis von Alkohol oder Wodka. Das Rezept: 1 Teil des Heilkrauts und 7 Teile Wodka mischen, an einem dunklen, kühlen Ort 4 Tage ziehen lassen. Vor der Anwendung unbedingt mit Wasser verdünnen – auf 1 EL 50 ml Wasser. Damit kann man den Mund spülen oder wärmende Kompressen machen. Dies ist ein hervorragendes Mittel für Menschen, die häufig an Erkältungskrankheiten leiden.

Öl

Ebenfalls ein wirksames Mittel, das sich zum Einreiben und für kosmetische Zwecke (Nägel, Haut, Haare) eignet. Zur Herstellung des Produkts muss Johanniskraut in einem beliebigen Pflanzenöl eingelegt werden – am besten eignet sich Olivenöl. Wichtig: Es darf nur frisches Rohmaterial verwendet werden. Wir betrachten mehrere Methoden zur Herstellung von Öl auf Basis dieser Heilpflanze.

  1. Aus den Blüten. Die Blüten fest in ein Glas geben, mit raffiniertem Olivenöl übergießen. Verschließen und in die Sonne stellen. Einen Monat ziehen lassen, dabei die Mischung regelmäßig umrühren. Danach zweimal auspressen und in eine Flasche abfüllen.
  2. Aus dem Kraut. 0,5 kg feines frisches Johanniskraut mit 1 Liter raffiniertem Sonnenblumenöl übergießen. 0,5 Liter trockenen Weißwein hinzufügen, umrühren. Die Mischung in ein Glas umfüllen, verschließen. 3 Tage ziehen lassen. Danach die Mischung 2 Stunden im Wasserbad erhitzen, das Glas wieder verschließen und 3 Wochen stehen lassen. Nach Ablauf der Zeit abseihen. Im Kühlschrank aufbewahren.
Video: Wie man einen Aufguss (Sud) von Johanniskraut zubereitet Ausklappen

Interessante Fakten über Johanniskraut

Auf den ersten Blick ist es ein gewöhnliches, unscheinbares Kraut. In Wirklichkeit ist alles nicht so einfach, über diese Pflanze kann man viele faszinierende Dinge erzählen, von denen niemand etwas ahnt.

Interessante Fakten über Johanniskraut

Weltweit gibt es etwa 500 Arten von Johanniskraut. Um die maximale Heilkraft zu entfalten, wird das Kraut erst geerntet, nachdem sich Knospen gebildet haben. Ein weiterer Name der Pflanze ist 'Blutkraut'. Dies liegt daran, dass das Kraut, wenn man es zwischen den Handflächen verreibt, eine rote Farbe annimmt.

Im Volk herrscht die Meinung, dass die Pflanze von 99 Leiden heilen kann, und viele sind überzeugt, dass sie einen Menschen von Magie und bösen Geistern befreien kann. Früher durfte das Kraut nur von Kräuterkundigen gesammelt werden – nur sie wussten, wo man Johanniskraut suchen und wie man es schneiden muss. Junge Mädchen waren überzeugt, dass man durch das Trinken eines Getränks mit dem Kraut schnell und erfolgreich heiraten könnte. Sogar die Häuser wurden mit Johanniskraut ausgeräuchert, begleitet von Gebeten, um das Heim vor bösen Geistern zu schützen.

Interessanterweise wird die Pflanze auch in der Kosmetologie geschätzt. Johanniskraut hilft, übermäßige Hautfettigkeit, Akne und verschiedene Hautausschläge zu beseitigen. Die Anwendung ist einfach: Den Johanniskraut-Absud als Eiswürfel einfrieren und jeden Morgen das Gesicht damit abreiben. Die regelmäßige Anwendung der Pflanze stärkt Nägel und Haare. Johanniskrautöl ist wohltuend beim Baden: Schon ein paar Tropfen beruhigen und erfrischen den müden Körper.

Aber das sind noch nicht alle interessanten Fakten:

  1. Das Johanniskraut-Extrakt hat eine stark beruhigende Wirkung, daher wird es vielen Antidepressiva zugesetzt.
  2. Bei Angststörungen entfaltet die Pflanze die gleiche Wirkung wie viele pharmakologische Antidepressiva.
  3. Viele Medikamente, die Frauen in den Wechseljahren sowie bei PMS empfohlen werden, enthalten dieses Heilkraut.
  4. Die Pflanze hilft hervorragend bei Migräne und chronischer Müdigkeit. Ein weiterer wissenschaftlich belegter Fakt: Johanniskraut wird zur Unterstützung der Therapie von Drogenabhängigkeit eingesetzt.
  5. Vergleicht man Präparate auf Johanniskrautbasis mit herkömmlichen Arzneimitteln, so haben erstere fast keine Nebenwirkungen und machen nicht abhängig.

Wie wir sehen, ist Johanniskraut trotz seines unscheinbaren Äußeren eine wirklich erstaunliche Pflanze. Wichtig ist nur zu bedenken: Bei allem ist das rechte Maß entscheidend. Bleiben Sie gesund!

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